Werte

Wer täglich zehn Millionen Zuschauer erreicht, trägt eine große Verantwortung.

Dessen sind wir uns bei UFA SERIAL DRAMA bewusst. Jeden Tag.

WERTE_Micki-HIV

In ihrer Studie zur Bedeutung von täglichen Serien im Alltag von Kindern und Jugendlichen kommt Dr. Maya Götz* zu dem Schluss, dass Serien nicht nur unterhalten, sondern gerade für jungen Menschen die Möglichkeit bieten, etwas über das Leben zu lernen. Folglich geht auch für UFA SERIAL DRAMA eine große Verantwortung einher. Unsere Serien setzen Trends, liefern Gesprächsstoff für Diskussionen und polarisieren in den unterschiedlichsten Bereichen – täglich für zehn Millionen Menschen. Unsere Figuren haben einen nachweislichen Vorbildcharakter, dessen wir uns immer bewusst sind. Toleranz und ein respektvoller Umgang mit seinen Mitmenschen spielen in all unseren Serien eine zentrale Rolle. Jeder Producer bei UFA SERIAL DRAMA ist daher verpflichtet, für seine Serie positive Werte zu definieren, die bei der Entwicklung der Geschichten immer präsent sind.

Es gibt zwei Grundsätze, an die sich alle Autoren bei UFA SERIAL DRAMA halten müssen – insbesondere wenn es sich um gesellschaftlich relevante Themen handelt: Zum einen dürfen niemals bestehende Vorurteile verstärkt werden. Zum anderen muss die Geschichte gründlich und solide recherchiert sein.

Bei „Unter Uns“ nahm man sich 2011 dem Tabuthema HIV an. In der Serie steckt sich Schülerin Micki bei einem One-Night-Stand mit dem Virus an und ist schon bald heftigen Anfeindungen ausgesetzt. Freundschaften und Beziehungen rücken für sie in eine unerreichbare Ferne. Die soziale Ausgrenzung, die Micki erlebt, ist für sie, aber auch für den Zuschauer, kaum zu ertragen. Am Ende stehen Mickis Freunde hinter ihr und auch die Liebe zwischen ihr und Bela erhält eine neue Chance. „Unter Uns“ schaffte es mit dieser Geschichte, das Thema „Verhütung“ in die Köpfe der Zuschauer zurückzuholen, und zeigte, wie wichtig der Rückhalt im Freundes- und Familienkreis für die Betroffenen ist. Bereits nach der Ausstrahlung der ersten Folge wurde in den Foren der Serie das Thema heiß diskutiert. Das Thema Homosexualität spielte ganz bewusst keine Rolle in der HIV-Geschichte. „Es gibt zwei Grundsätze, an die sich alle Autoren bei UFA SERIAL DRAMA halten müssen – insbesondere wenn es sich um gesellschaftlich relevante Themen handelt“, erläutert Produzent Guido Reinhardt. „Zum einen dürfen niemals bestehende Vorurteile verstärkt werden. Zum anderen muss die Geschichte gründlich und solide recherchiert sein.“

Auch die Serie „Verbotene Liebe“ widmete sich 2012 ausführlich einem gesellschaftlich relevanten Thema: Serien-Urgestein Arno Brandner erkrankte an Demenz. Um dem Zuschauer für diese Volkskrankheit zu sensibilisieren, zeichnete die Serie die Schwierigkeit der Diagnose für den Betroffenen und seine Mitmenschen auf gefühlvolle und so real wie mögliche Weise nach. Die Thematik gab auch Bundesminister Daniel Bahr den Anlass  die „Verbotene Liebe“ Produktion zu besuchen und sich mit Produzenten, Verantwortlichen des Senders und Schauspielern auszutauschen. „Ich engagiere mich politisch, um Verbesserungen für demenziell erkrankte Menschen und ihre Angehörigen zu erreichen. Es ist mir auch ein wichtiges Anliegen, in der Öffentlichkeit deutlich zu machen, wie relevant die Themen Pflege und Demenz für jeden von uns sind. Deshalb finde ich es gut, dass eine populäre Serie wie ‚Verbotene Liebe‘ dieses wichtige Thema aufgreift und über einen langen Zeitraum darstellt“, so Bahr. Alleine in Deutschland leiden 1,3 Millionen Menschen unter einer mittelschweren oder schweren Demenz.

Von der Essstörung Bulimie sind etwa 600.000 Deutsche betroffen. 85 Prozent davon sind junge Frauen, wie Serienfigur Lilly Seefeld, die in der täglichen Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ an der Ess-Brech-Sucht erkrankt. Lilly fühlt sich unwohl in ihrem Körper und frisst den Kummer sprichwörtlich in sich hinein. Anschließend ergreift sie jedes Mal der Drang, das Essen wieder loszuwerden. Lilly gerät in einen Teufelskreis aus dem sie ohne professionelle Hilfe nicht mehr ausbrechen kann. Der Verein Dick & Dünn e.V. stand den Autoren von GZSZ und Lilly-Schauspielerin Iris Mareike Steen während ihrer Arbeit beratend zur Seite. So deckt „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ Stück für Stück auf, dass hinter einer Essstörung viel mehr steckt, als der Wunsch dünn zu sein.

Das Leben schreibt bekanntlich die besten Geschichten. Aber es ist ein lausiger Dramaturg

Die Zusammenarbeit mit Organisationen wie der Deutschen Aidshilfe der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. oder Dick & Dünn e.V., sowie intensive Gespräche mit Experten gehören für Producer, Autoren, Schauspieler und Regisseure zum Pflichtprogramm. Die Ansprüche realitätsnah zu informieren und gleichzeitig gut zu unterhalten unter einen Hut zu bringen, gestaltet sich dennoch oftmals schwierig. „Das Leben schreibt bekanntlich die besten Geschichten. Aber es ist ein lausiger Dramaturg“, so Reinhardt. „Auch wenn es makaber klingt, aber niemand will über Monate hinweg in einer Serie den Leidensweg eines Krebskranken sehen. Auch wenn das realistisch wäre.“ Und dennoch gelang es 2003 in den Serien „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ das Thema Knochenmarkspende emotional und gleichzeitig realitätsnah zu erzählen. Parallel dazu ließen sich Schauspieler und Macher der Serie in die Datei der Deutschen Knochenmark Spenderdatei aufnehmen. Allein in den ersten Tagen nach der Ausstrahlung folgten 400 Menschen ihrem Beispiel. Nicht nur die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ lobte die Aktion: „Ausgerechnet die seit jeher zu Unrecht verschriene Seifenoper ‚Guten Zeiten, schlechte Zeiten‘ führt vor, wie Wissen fürs Leben faktentreu, sensibel und sogar weitgehend unpeinlich vermittelt werden kann. Eine Leistung, die etwa ‚Lindenstrasse‘ nie ohne Holzhammer erbracht hat.“

UFA SERIAL DRAMA erweitert zudem alle langlaufenden Programmmarken ins Netz und stellt ein umfangreiches Onlineangebot bereit. Seit 2010 ist die UFA SERIAL DRAMA Abteilung „digital“ zentral für die Produktion dieser Online-Inhalte verantwortlich und rundet das Unterhaltungsangebot des Unternehmens crossmedial ab. Die Unit „digital“ produziert originären Webcontent in Form von Webserien, Brand Extensions, Spin-Offs, Facbook-Präsenzen, interaktiven Tools und vieles mehr. Dabei wird der UFA SERIAL DRAMA Wertekodex selbstverständlich auch voll und ganz berücksichtigt.

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Wertekatalog.

*Götz, Maya: Alles Seifenblasen?: Die Bedeutung von Daily Soaps im Alltag von Kindern und Jugendlichen. Erschienen 2002 im KoPäd-Verlag.

Interview mit Dr. Maya Götz