Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Montag bis Freitag, 19.40 Uhr bei RTL
Sendestart: 11. Mai 1992
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GZSZ steht für große Emotionen, polarisierende Geschichten und eben das alltägliche Leben verschiedener Generationen in der pulsierenden Metropole Berlin. Es steht für die Träume und Ziele und erzählt den nicht immer einfachen Weg dorthin.

Damian Lott, Producer von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“

Foto: RTL / Philipp Rathmer

LEBEN UND LEBEN LASSEN: „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ erzählt als erstes Daily Drama Deutschlands tabulos vom echten Leben in Berlin. Egal ob Sweet Sixteen, Twentysomethings oder „on the wrong side of thirtyfive“: Im GZSZ-Kiez zählt nur die Wahrheit über das Leben. Die Erzählweise ist modern, trendy, schnell und schonungslos offen, die Haltung der Protagonisten ist klar: Es gibt keine Kompromisse, nur das pralle Leben – egal, wie die Konsequenzen aussehen und egal, wie weit man dafür gehen muss…

LEBEN UM JEDEN PREIS: „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ holt den Zuschauer da ab, wo er sich hinsehnt: in ein buntes Leben in der Großstadt, in der man jeden Tag zwischen Chancen und Möglichkeiten gefangen ist und man sich immer wieder aufs Neue fragen kann: Was wäre, wenn …? Liebe, Intrigen, Bangen, Hoffen und Erwachsenwerden: „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ erzählt die Geschichten von Menschen, die im Aufbruch sind und auf der Suche nach sich selbst – nach sich selbst und vor allem: nach einem selbstbestimmten Leben…

LEBEN UND LIEBEN: Das Rezept von GZSZ ist so komplex wie seine Geschichten. Die Zutaten werden regelmäßig überprüft und neu gemischt, der Zuschauer wächst mit den Charakteren mit und erkennt: Manchmal muss man einen Umweg gehen, um anzukommen. Wichtig ist nur, dass man den ersten Schritt macht.

Die Werte

Verändert Geld den Charakter? Um Sozialneid gar nicht erst entstehen zu lassen, wird der Satz „Geld allein macht nicht glücklich“ oft verwendet. Fakt ist gleichzeitig, dass mehr Geld in Deutschland statistisch mit bis zu zehn Jahren mehr Lebenserwartung einhergeht. Die Schere zwischen arm und reich geht immer mehr auseinander, wer Geld hat, scheint zunehmend den Bezug zu denen zu verlieren, die keines oder wenig haben. Ist das ein zwangsläufiger Prozess? Mit Tayfun Badak gewinnt bei GZSZ ein sehr bodenständiger Charakter einen Lotto-Jackpot. Plötzlich stehen ihm nicht nur alle Türen offen, er könnte sich auch jeden vorstellbaren Wunsch erfüllen. Bleibt er sich zunächst treu, unterstützt Freunde und sucht mit Bedacht nach soliden Investitionsmöglichkeiten, verändert sich sein Umgang mit dem vielen Geld im Zusammenleben mit seiner hedonistischen Freundin Emily. Luxus beginnt Spaß zu machen, Status wird selbstverständlich. Die materielle Leichtigkeit des Seins führt auch zu eher leichtherzig getroffenen Entscheidungen – Emilys Töchterchen Kate soll zu Emily und Tayfun zurückgeholt werden, weil man der Kleinen viel mehr wird bieten können als das Pflegeelternpaar Philip und Ayla. Doch die Verantwortung für ein Kind und ausgelebter Luxus-Lifestyle passen nicht so einfach zusammen. Und so wird Tayfun schließlich mit der Frage konfrontiert, was für ein Leben er führen will: Ein Schwelgen in Luxus oder eine Verantwortung für Kate und die Gesellschaft, in der sie aufwächst?

Ungewollte Schwangerschaft: Mythos Mutterliebe: Mutterliebe wird in unserer Gesellschaft vorausgesetzt Noch immer ist die nicht berufstätige Vollzeit-Mutter in Deutschland ein Idealbild, das politisch massiv gestützt wird, auch wenn Lebensrealitäten inzwischen oft anders aussehen. Emily ist unser Beispiel für einen nonkonformen, schwierigen Weg zum Mutter-Sein. Nach einem One-Night-Stand wird sie ungewollt schwanger. Nach einigem Hin und Her entscheidet sie sich gegen eine Abtreibung – eigentlich aus eher kindlichen Motiven: Mit sich selbst im Unreinen und sich alleine fühlend, erhofft sie sich bedingungslose Liebe von ihrer kleinen Tochter – nur um nach der Geburt schnell zu merken, dass sie mit den Mutterpflichten restlos überfordert ist. Ihre Entscheidung, das Kind an Philip und Ayla abzugeben, fällt ihr dennoch schwer und ist von vielen Zweifeln begleitet. Auch stößt sie  auf viele Vorbehalte von außen, die ihr Leichtsinnigkeit und Egoismus vorwerfen: Wie es Emiliy mit ihrer Entscheidung geht, verfolgen wir bei GZSZ.  Nach vielen Irrungen und Wirrungen  holt sie ihr Kind schließlich zurück, um doch Mutter zu sein – allerdings eine „Mutter mit Hindernissen“.

GZSZ gegen Körperkult und Schönheitswahn: Eine klare Botschaft: Du bist schön, so wie du bist! Was sind Ursachen der lebensbedrohlichen Ess-Brech-Sucht? Inwieweit tragen Medien und falsche „Schlankheitsvorbilder“ und der gesellschaftliche Hype um den perfekt gestylten Körper zu der Erkrankung bei? Wie gefährdet sind insbesondere Mädchen/junge Frauen nach wie vor, sich zuallererst über ihr Äußeres zu definieren bzw. definiert zu werden? Wie verhält man sich am besten, wenn die Schwester, Tochter, Freundin, Partnerin an Bulimie erkrankt? Lilly Seefeld ist ein hübsches, doch neben ihrer Schwester Tanja eher unscheinbares Mädchen. In der Schule wird sie als „Pummelchen“ gehänselt und entscheidet sich abzunehmen. Ihre radikale Diät entwickelt sich zur Essstörung – die anfängliche Anerkennung anderer für ihr schlankeres Äußeres spornt sie dabei an, immer weiter abzunehmen. Doch in Phasen von Unsicherheit und Nervosität verliert Lilly die rigide Kontrolle über ihren Körper und isst nur umso mehr – was sie anschließend zwanghaft wieder loswerden muss, durch Erbrechen oder Abführmittel. Lilly gerät in einen unheilvollen Kreislauf, bis ihr Leben sich nur noch um Essen dreht – und ihre Krankheit nicht nur sie selbst, sondern vor allem auch ihren Freund Vince zunehmend an die Grenzen treibt … Er liebt Lilly und will ihr helfen – doch wie?

Katrin Flemming ist eine beruflich ehrgeizige, hart arbeitende und wirtschaftlich sehr erfolgreiche Frau, die zusätzlich  zwei Töchter in ihren  beschäftigten Lebensweg integriert. Obwohl schlagfertig und durchsetzungsfähig, reicht das Erreichte ihr jedoch nicht, um stolz und zufrieden zu sein. Vielmehr wird Katrin wie viele Frauen ab 40, Opfer des gängigen Jugendkultes, der das weibliche Älterwerden als steten Attraktivitätsverlust definiert und gegen den es um jeden Preis anzukämpfen gilt. Um jünger zu wirken und im Job leistungsfähig zu bleiben, beginnt Katrin trotz unklarer Risiken eine teure Hormontherapie. So vermeidet sie eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Älterwerden, spürt auch ihre körperlichen Grenzen nicht mehr und rutscht unbemerkt in die Burnout-Falle, bis ihr Körper ihr drastisch seine Grenzen aufzeigt…

Warum können viele Frauen sich nicht an ihrer Leistung erfreuen und mit einem gesunden Körpergefühl selbstbewusst älter werden? Warum ordnen sich Frauen Schönheitsdefinitionen unter, die für den Großteil eine ständige Optimierungsarbeit erfordern? Warum arbeiten viele Frauen sogar an der Entstehung und Aufrechterhaltung dieses Schönheits- und Jugendideals aktiv mit, so wie Katrin als Herausgeberin eines Modemagazins? Sind wir eine Gesellschaft, die mit Alter, Krankheit, Tod immer weniger umgehen kann?

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