Barátok Közt feiert 8.000. Folge

Barátok Közt feiert 8.000. Folge

v.l.n.r.: Péter Kolosi - RTL KLUB (stellv. CEO/Programmdirektor), György Radnai - Barátok Közt (Line Producer/Prokurist) Ádám Rozgonyi - Barátok Közt (Kreativ Producer), Thorsten Degen - UFA (COO), Péter Hermann - RTL KLUB (Kreativdirektor)

v.l.n.r.: Péter Kolosi – RTL KLUB (stellv. CEO/Programmdirektor), György Radnai – Barátok Közt (Line Producer/Prokurist) Ádám Rozgonyi – Barátok Közt (Kreativ Producer), Thorsten Degen – UFA (COO), Péter Hermann – RTL KLUB (Kreativdirektor) // (c) Botond Nagy / UFA MAGYARORSZÁG

Seit nunmehr 8.000 Folgen setzt „Barátok Közt“ (dt.: „Unter Freunden“) Trends und begeistert die Zuschauer mit familienorientierten als auch sozial relevanten Geschichten. Am 24.08.1998 war die Serie unserer ungarische Tochterfirma UFA MAGYARORSZÀG das erste Mal auf RTL KLUB zu sehen. „Barátok Közt“ spielt immer wieder mit Tabu-Brüchen, die notwendige gesellschaftliche Debatte auslösen. So thematisierte „Barátok Közt“ beispielsweise als erste Serie im ungarischen Fernsehen die Diskriminierung der Sinti und Roma.

Inhaltlich geht es um sieben Kinder, die dasselbe harte Schicksal teilen: Verstoßen und ungeliebt wachsen sie in einem staatlichen Waisenhaus in Ungarn auf. 25 Jahre später leben sie erneut zusammen in einem Appartementkomplex und erfahren eine völlig neue Welt. Nur eines ist geblieben – ihre Freundschaft.

Thorsten Degen  (CEO von UFA MAGYARORSZÀG) und György Radnai (Line Producer von Barátok Közt) im Interview:

Sie verantworten Barátok Közt als Line Producer. Was ist das Besondere an der Serie?

György Radnai:
Barátok Közt wird seit mehr als 17 Jahren täglich in der Prime Time von RTL KLUB ausgestrahlt und ist seither die beliebteste und erfolgreichste Serie im ungarischen Fernsehmarkt. Die Zuschauer können sich auf vielen Ebenen mit den Charakteren der Serie identifizieren und vermischen nicht selten Realität und Geschichte miteinander.

Sie sind Geschäftsführer von UFA MAGYARORSZÀG. 8.000 Folgen und die erfolgreichste Serie im Land. Was ist das Geheimrezept für den Erfolg der Serie?

Thorsten Degen:
Barátok Közt war die erste tägliche Serie im ungarischen Markt und erreichte in der Anfangszeit Marktanteile von über 60%. Mit der Programmmarke Barátok Közt verbinden die ungarischen Zuschauer ein hohes Maß an Qualität und die Charaktere der Serie sind den Zuschauern im Laufe der Jahre sehr ans Herz gewachsen. Daneben sind es natürlich die guten Geschichten, die jeden Tag wieder neu überzeugen müssen.

Gibt es eine lustige Anekdote, an die Sie sich besonders gerne zurückerinnern?

György Radnai:
Es gibt viele kleine und große Anekdoten, die mir in den Sinn kommen. Eine sehe ich als Kompliment für unsere scheinbar sehr authentischen Geschichten, bei denen die Zuschauer teilweise nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden können:
In der Serie war die Rolle Zsófi Szentmihályi spurlos verschwunden. Die Schauspielerin Ramóna Kiss (Rolle Zsófi) ging in ihrer Freizeit auf einem Markt einkaufen. Dort wurde sie von einem eingefleischten Barátok Közt Fan gesehen, der sofort die Polizei rief und schilderte, dass die verschwundene Frau dort auf dem Markplatz stehe. Daraufhin rückte tatsächlich ein Polizeiwagen an und wollte Ramóna Kiss mit aufs Revier nehmen. Sie konnte das Missverständnis aufklären, indem sie der Polizei erklärte, dass sie nur eine Schauspielerin und „Zsófi“ eine Rolle und nur in der Serie verschwunden sei.

Wo liegt der Unterschied zwischen der Serienlandschaft in Deutschland und Ungarn?

Thorsten Degen:
Der TV-Markt in Ungarn ist viel kleiner und darum gibt es natürlich sehr viel weniger lokale Serienproduktionen als im deutschen Markt.

Und wie unterscheiden bzw. gleichen sich die Produktionsweisen in Ungarn und Deutschland?

György Radnai:
Grundsätzlich sind die Produktionsweisen sehr ähnlich. Wir arbeiten sowohl im künstlerischen, als auch im technischen Bereich eng miteinander zusammen. Die UFA hat sehr viel Erfahrung im Bereich Daily Drama, wovon wir immer wieder gern profitieren.
Zudem haben Deutschland und Ungarn eine große gemeinsame Filmgeschichte. In den 1920er, -30er Jahren hat die UFA viel in Ungarn produziert. Das war auch die Zeit, in der der ungarische Film geboren wurde. Deshalb sind viele deutsche Film-Fachworte wie z.B. „Schnitt“, „Gegenlicht“ und „Schwenk“ in das ungarische Vokabular eins zu eins übernommen worden.

Wir haben gerade die 6000. Folge GZSZ gefeiert. Barátok Közt feiert schon die 8000. Folge, obwohl erst sechs Jahre nach GZSZ die erste Folge über die Bildschirme flimmerte. Wie geht das?

Thorsten Degen:
Bis vor einigen Jahren war es in Ungarn nicht erlaubt, die laufende Folge mit Werbung zu unterbrechen. RTL Klub strahlt daher seit dem Launch im Oktober 1998 jeden Tag (Mo.-Fr.) zwei Folgen je 14 Minuten von BK aus und die Werbung läuft zwischen den beiden Folgen. Wir feiern also die 4000. Doppelfolge!

Wie profitieren die beiden Produktionsfirmen UFA und UFA MAGYARORSZÀG voneinander?

Thorsten Degen:
UFA Magyarország produziert in diesem Jahr gemeinsam mit UFA SHOW & FACTUAL die Formate „Got Talent“ und „My Mom cooks better“ für RTL KLUB. Im Bereich High End Drama ist zukünftig ebenfalls eine Zusammenarbeit mit UFA FICTION in Planung.

Was wünschen Sie der Serie für die nächsten 8.000 Folgen?

Thorsten Degen:
Ich hoffe, dass es uns gemeinsam mit RTL KLUB gelingt, unsere Zuschauer jeden Tag wieder neu für die Geschichten zu begeistern und auch nach Folge 16.000 noch die Lieblingsserie der Ungarn zu sein.

György Radnai:
Ich wünsche Barátok Közt weiterhin jede Menge Zuschauer, so gute Geschichten, bei denen die Zuschauer kaum mehr zwischen Realität und Fiction unterscheiden können und weiterhin eine so tolle und innovative Zusammenarbeit mit den 120 Kollegen.